Grundschule Adlkofen - Historie

Das erste Schulhaus wurde 1826 von Maurermeister Adlholzer mit einem Klassenzimmer und einer Lehrerwohnung gebaut. Stall und Stadel gehörten auch dazu, denn der Lehrer, der der Kirche als Mesner und der Gemeinde als Schreiber diente, bewirtschaftete vier Tagwerk 25 Dezimal Äcker und Wiesen. Außerdem hielt er Kühe und Schweine.

1859 wurden ein zweiter Lehrsaal und ein Zimmer für einen Hilfslehrer angebaut. Die Investition war nötig, weil 1856 endlich die 7jährige Schulpflicht eingeführt worden war. In Adlkofen musste ein Lehrer in manchen Jahren bis zu 115 Schüler in einer Klasse unterrichten.Das Haus wurde 1893 zusammen mit den landwirtschaftlichen Grundstücken an den Gastwirt Paul Paringer in Adlkofen verkauft. Es diente dann als Gendarmeriestation mit Wohnungen für zwei Polizisten. 1917 bis 1954 war in einem Zimmer die Post untergebracht. Auch ein Postbote wohnte dort zeitweise.

1936 ging das Anwesen in den Besitz der Reichardtbrauerei Landshut über, die es 1954 an den Getreidehändler Hans Winkler verkaufte. 1997 erwarb die Gemeinde das Grundstück und brach das Gebäude ab.

An dieser Stelle stand schon 1602 die Sölde des Pfarrmesners. 1685 ließ Pfarrer Schwarzmeier ein hölzernes Schul- und Mesnerhaus zimmern. Spätestens seit dieser Zeit wird in Adlkofen regelmäßig Schulunterricht erteilt.

Das dritte Schulhaus

1964 errichtete die Gemeinde unter Bürgermeister Hofbauer ein Schulhaus für vier Klassen. Der Schichtunterricht, unter dem Schüler und Lehrer 20 Jahre gelitten hatten, war zu Ende. Zu einer Turnhalle reichte aber das Geld noch nicht. Den Bauplatz mit 2500 qm konnte die Gemeinde um 8 DM/qm von der Pfarrpfründe erwerben. Durch die Landschulreform behielt Adlkofen die Grundschule und die 5. und 6. Jahrgangsstufe der Hauptschule. 1974 beschloss der Gemeinderat unter dem Vorsitz von Bürgermeister Haunberger, das Schulhaus um vier Klassenzimmer und eine Turnhalle zu erweitern. 1976 begann der Unterricht in den neuen Räumen.1991 bis 1993 wurde das Schulhaus erneut um zwei Klassenzimmer vergrößert und grundlegend umgebaut. Eine öffentliche Bibliothek, die auch als Schülerlesebücherei dient, sowie zwei Gruppenräume für außerschulische Aktivitäten wurden in den Gebäudekomplex eingefügt. Die Planung lag in den Händen von Architekt Gerald Püttmann, Landshut.