Gedenkstätte Setzensack

Gedenkstätte Setzensack

Der Landshuter Bildhauer Karl Reidel erschuf das Denkmal am Setzensack, welches an 67 Tote eines evangelischen Alten- u. Pflegeheimes in Tormersdorf an der Neiße erinnert.

400 Bewohner dieses Heimes flohen im Februar 1945 vor der sowjetischen Armee und waren wochenlang in Güterwagons unterwegs. Am Ende kamen etwa 100 von ihnen in Landshut an und fanden schließlich am Karfreitag, den 30. März 1945, im alten, stillgelegten Brauhaus des Schlosses in Deutenkofen Quartier.

Geschwächt von der Krankheit und den Strapazen der Flucht starben dort in der Zeit bis 1949 insgesamt 67 von ihnen. Die Toten wurden im Standesamt Adlkofen registriert. Da der kirchliche Friedhof in Adlkofen überfüllt war, musste ein Ersatzgrundstück gefunden werden. Die Bürgermeister von Adlkofen und Deutenkofen einigten sich darauf, die Toten auf einer Wiese in Setzensack beizusetzen.

Bis heute gedenkt die Gemeinde Adlkofen jährlich am Volkstrauertag am Setzensackdenkmal den Toten aus Thormersdorf.