Waldkindergarten feierlich eingeweiht

Waldkindergarten feierlich eingeweiht

 

 

 

 

 

„Jeden Tag draußen herumtoben, die Geheimnisse des Waldes entdecken – das ist für alle Kinder ein tolles Abenteuer“, mit diesen Worten begrüßte Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer die Gäste zur Einweihung und ökumenischen Segnung der neuen Waldgruppe „Waldeulen“ der Kindertagesstätte „Pusteblume“. Lange hat die Gemeinde nicht gefackelt. Aufgrund des Zuzuges neuer Familien in das Gemeindegebiet war klar, dass neue Betreuungsplätze für die Kinder benötigt werden. Und mit dem Ziel, das pädagogische Angebot der Kinderbetreuung in der Kommune zu erweitern, wurde in nur fünfmonatiger Vorbereitungsphase die neue Waldgruppe ins Leben gerufen, was die Rathauschefin als „großartige Leistung“ bezeichnete. Schon seit Beginn des neuen Kindergartenjahres werden sieben Kinder von Gruppenleiterin Yvonne Haselbeck und ihrem Team im neuen Walddomizil an der Ziegelbreite betreut, und nun folgte im Rahmen der offiziellen Einweihung auch der kirchliche Segen für die auf bis zu 20 Betreuungsplätze ausgelegte Einrichtung. Bürgermeisterin Maurer blickte auf die vergangenen Monate der Planung und Umsetzung zurück. So habe man hier ein innovatives pädagogisches Konzept umgesetzt, denn „die Kita im Wald bietet, was Kinder begeistert: im Freien spielen, sich ungehindert bewegen, auf Entdeckungsreise in Natur und Umwelt gehen“. Sich aus den Natur-Materialien Spiele auszudenken fördere Kreativität, Fantasie, Sprachentwicklung und Sozialverhalten, außerdem stärke die Bewegung über Stock und Stein Motorik, Gleichgewichtssinn, Koordination und Immunsystem, so Maurer. Abschließend betonte das Gemeindeoberhaupt: „Damit haben wir ein Angebot geschaffen, das eine schöne Bereicherung für die Kinderbetreuung in unserer Gemeinde darstellt“. Auch Kindergartenleiterin Claudia Simon verwies auf die Vorzüge für die Entwicklung, die ein Waldkindergarten mit sich bringt, denn „die Natur ist der ideale Bewegungsraum, um Konzentrationsfähigkeit, emotionale Stabilität, Bewegungsfreude, Ausgeglichenheit und vieles mehr zu fördern“. Im Anschluss beteten Pfarrer Johann Schober und Pfarrerin Christiane von Hofacker für ein gutes Gelingen der Waldgruppe und erbaten Gottes Segen. Außerdem wünschten sie den „Waldeulen“ viel Freude und Spaß in ihrem neuen Domizil. Zur Freude aller hatten auch die Kinder und ihre Betreuerinnen eine Überraschung für die Besucher vorbereitet. Mit der Uraufführung des „Waldeulen-Songs“ regten sie alle Anwesenden zum Mitklatschen an, und auch für das Gedicht „Zehn kleine Waldeulen“ ernteten sie anhaltenden Applaus. Im Anschluss hatten die Gäste die Gelegenheit, das Gelände der „Waldeulen“ ausgiebig in Augenschein zu nehmen. Vom morgendlichen Treffpunkt an der Schutzhütte, die ansonsten nur bei extremen Wetterlagen als Unterschlupf dienen soll, führen derzeit sowohl der „Eichhörnchenweg“ als auch der „Eulenweg“ zum Bauwagen im Waldgelände. Dort werden die Kinder künftig ihre Kindergartentage verbringen und sich im Einklang mit der Natur weiterentwickeln.

 

Text und Bild: Bernhard Goth