Regen-Rückhaltemaßnahmen

Regen-Rückhaltemaßnahmen

Im Einzugsgebiet des Wolfsbachs, dessen Oberläufe im Raum Adlkofen entspringen, häufen sich in den letzten Jahren die Probleme mit Bodenabträgen und Hochwasserereignissen bei starken Regenfällen.

Bei einem gemeinsamen Ortstermin mit der Ersten Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer, dem boden:ständig-Berater Berthold Riedel und dem Bauhofmitarbeiter Bernhard Huber wurden zwei kleine Rückhaltemulden im Waldgebiet an der Mulde am Pfaffengraben südlich von Adlkofen besichtigt. Bauhofmitarbeiter hatten diese Maßnahme heuer im Sommer als Eigenleistung der Gemeinde umgesetzt.

Im Rahmen der Initiative „boden:ständig“, die in Bayern von der Verwaltung für Ländliche Entwicklung speziell zum Boden- und Gewässerschutz ins Leben gerufen wurde, erfolgte im letzten Jahr eine Analyse der Landschaft in den Gemeindegebieten von Adlkofen und Niederaichbach im Hinblick auf die Entstehung von stärkeren Abschwemmungen und größeren Mengen oberflächlich abfließenden Regenwassers.

Dabei nahm ein Fachbüro das gesamte Einzugsgebiet des Wolfsbachs genau unter die Lupe. Insbesondere wurden dabei auch Mulden erfasst, in denen sich oftmals über lange Strecken das bei Starkregen oberflächlich abfließende Wasser sammelt und sowohl unterwegs als auch an den Bachläufen zu den genannten Problemen führt.

Wie sich bei den Untersuchungen herausstellte, transportieren vor allem einige langgezogene Abflussmulden große Wassermengen ins Tal und tragen so zur Hochwasserentstehung bei. Wie sich nach dem letzten Hochwasserereignis 2018 im Raum Birnkofen zeigte, geschieht dies im Raum Adlkofen aber nicht nur in Muldenzügen innerhalb der Feldflur, sondern aufgrund der über sehr lange Strecken verlaufenden Mulden auch in Waldgebieten.

Daher wurden in diesem Jahr bereits erste kleine Maßnahmen kurzfristig umgesetzt. Darunter die zwei kleinen naturnahen Rückhaltemulden im Waldgebiet südlich von   Adlkofen. Bei der Errichtung lag ein Augenmerk auch darauf, dass kleine Restwassertümpel bestehen bleiben und es wurde Totholz eingebracht, um damit auch die Biotopfunktion der beiden Rückhaltungen zu fördern. An dem dargestellten Beispiel wird deutlich, dass auch kleine Maßnahmen, die ohne großen Aufwand und von einer Gemeinde in Eigenleistung zu realisieren sind, einen wertvollen Beitrag zur Problemlösung leisten können.